Wachstum durch neue Projekte

Sieben neue Projekte stärken die deutsch-dänische Region: Mitte Dezember 2015 hat der deutsch-dänische Interreg-Ausschuss mit einem Gesamtvolumen von rund elf Millionen Euro Projekte in den Bereichen Tourismus, Innovation und Ausbildung genehmigt. Sie sollen zu Wachstum und Beschäftigung in der Region beitragen.
Damit hat der Interreg-Ausschuss aktuell 18 deutsch-dänische Projekte in der Programmregion genehmigt, die den größeren Teil von Schleswig-Holstein sowie die zwei dänischen Regionen Seeland und Süddänemark umfasst. Die Genehmigung weiterer Interreg-Projekte sei der Grundstein für eine noch engere deutsch-dänische Zusammenarbeit, sagte Simon Faber, deutscher Vorsitzender des Ausschusses und Oberbürgermeister der Stadt Flensburg. Erfreulich sei die ausgeglichene Partnerstruktur innerhalb der Region. Für die Zukunft wünsche er sich vielversprechende Kooperationen in den Bereichen Arbeit und Beschäftigung sowie nachhaltige Energie.
Aktive Wirtschaft
An den genehmigten Projekten sind erneut 13 private Unternehmen beteiligt, die bis zu 300.000 Euro Förderung beziehen können. Christian Wedell-Neergaard, dänischer Vorsitzender des Ausschusses und Regionsratsmitglied der Region Seeland sagte hierzu: "Wir sind der Überzeugung, dass gerade die auf Unternehmen ausgerichteten Projekte wirkliches Wachstum und Beschäftigung in unserer gemeinsamen deutschdänischen Region schaffen können. Aus diesem Grund stellen wir mit großer Zufriedenheit fest, dass Unternehmen nun intensiver in die Projekte mit eingebunden sind."
Der Interreg-Ausschuss besteht aus 34 Mitgliedern von deutscher und dänischer Seite der Programmregion. Für die Förderperiode von 2014 bis 2020 stehen insgesamt 90 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zur Verfügung. Die nächste Antragsfrist für Projekte im Rahmen des deutsch-dänischen Interreg-Programms ist am 16. Juni 2016.
Kurzporträt der Projekte
  • Das Projekt Jump befasst sich mit der Kompetenzentwicklung benachteiligter junger Menschen und ihrer Integration ins Berufsleben.
  • Im Projekt React ist das Ziel, die westliche Ostsee zu Nordeuropas bestem Ressort für moderne aktive Küstenferien zu entwickeln.
  • Das Projekt Demantec widmet sich dem Einsatz technologischer Produkte in der Demenzpflege sowie der Weiter- und Ausbildung des Pflegepersonals.
  • Nordmus möchte Organisations-, Kommunikations- und Finanzierungsstrukturen für ein Museumsnetzwerk schaffen, um Touristen die Region als kulturelle Schatzkammer näherzubringen.
  • Im Projekt LSBL2 soll der Innovationsgrad im Biogassektor erhöht werden.
  • Die Etablierung eines deutsch-dänischen Innovationszentrums zur Herstellung organischer Energietechnologien wie LEDs und Solarzellen ist das Ziel im Projekt RollFlex.
  • carpeDIEM möchte ein System zur intelligenten, dezentralen Nutzung von Energie auf kleiner Skala entwickeln.
Zum Interreg-Programm: www.interreg5a.eu
WNO, Ausgabe 02/16